Vor Ort über den Weg zum Bioenergiedorf informiert

24.05.2011 Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz und Saarland

Am Samstag, 21. Mai besuchten interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Schmitt und Gillenbeuren das Bioenergiedorf Oberrosphe (Hessen), um sich vor Ort über den Weg hin zu einem Bioenergiedorf zu informieren.

In Oberrosphe wird die Wärme durch eine Holzhackschnitzelanlage gewonnen. Die Dächer des Heizhauses und der Lagerhalle sind mit Photovoltaikmodulen bestückt. Der hier erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist, kann aber auch zum Betreiben des Biomasseheizwerkes genutzt werden.

Zur Umsetzung des Projektes wurde die Genossenschaft Bioenergiedorf Oberrosphe e.G gegründet, die nun 120 der 240 Haushalte von Oberrosphe mit heimischer Energie versorgt. Zum Einsatz kommt Holz aus der näheren Umgebung sowie Pflanzenschnitt aus Privathaushalten.

 „Es ist viel ehrenamtliches Engagement, Zeit und Überzeugungsarbeit erforderlich, um das Projekt umzusetzen“ betonte Hans-Joachim Henkel, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Oberrosphe. Doch sie haben es geschafft und entwickeln ihre Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter. In der Nähe des Heizwerkes soll eine Biogasanlage entstehen, mit deren Wärme die Grundlastversorgung des Dorfes sichergestellt werden soll.

Die Ortsgemeinden Schmitt und Gillenbeuren sollen mit Wärme einer bereits bestehenden Biogasanlage versorgt werden. Dass dies möglich ist, hat bereits eine Machbarkeitsstudie gezeigt. Nun geht es an die Umsetzung, die nur mit viel Engagement und Einsatz der Dorfgemeinschaft möglich ist, wie man in Oberrosphe erfahren konnte.