Nachhaltige Wärmeversorgung von Brachtendorf untersucht

21.07.2011 Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz und Saarland

20.07.2011 Brachtendorf. Auch für die Ortsgemeinde Brachtendorf wurden durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mögliche Varianten einer zentralen Wärmeversorgung von privaten Haushalten untersucht. Die Ergebnisse wurden den Vertretern des Gemeinderates nun vorgestellt.  

Die Bioenergieregion Cochem-Zell führt in Kooperation mit dem IfaS in verschiedenen Ortsgemeinden Initialberatungen durch, die als erste Entscheidungsgrundlage für weiterführende Planungen dienen. Es soll in einem ersten Schritt verdeutlicht werden, welche Voraussetzungen für eine ökonomisch und ökologisch tragfähige Wärmeversorgung durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe erfüllt werden müssen.

Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Holzpotenziale wurde neben einer Versorgung durch Holzpellets auch ein Konzept zu einem „BIO-ENERGIE-EFFIZIENZ-DORF“ erarbeitet und vorgestellt. Ziel ist die Förderung einer effizienten Energienutzung und eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger am Energiebedarf in bestehenden Gebäuden. Es gilt den Gebäudebestand zu analysieren, um anschließend sinnvolle Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. „Durch die Dämmung der Wohngebäude könnte je nach Bauart und Zustand mehr als 30 % Wärmeenergie eingespart werden“ betonte Karsten Wilhelm vom IfaS in seinem Vortrag. Als nächsten Schritt empfiehlt er die Bevölkerung zu sensibilisieren und die möglichen Fördermaßnahmen in diesem Bereich zu kommunizieren.

Die Mitglieder des Gemeinderates stehen dem Konzept sehr offen gegenüber und beraten nun über die weitere Vorgehensweise in ihrer Ortsgemeinde.