Konzept für ein klimaneutrales Hotel mit regionalen Zertifikaten erarbeitet
20.07.2011 Bioenergie-Region Achental, Bayern

In der Bioenergie-Region Achental ist ein Konzept für die Neutralisierung der klimaschädlichen Emissionen eines Hotels erarbeitet worden.
Die Vorgehensweise besteht dabei aus drei Schritten:
1. Feststellung der aktuellen Emissionen und deren Quellen (durchgeführt von einem Partnerunternehmen)
2. Vermeidung von Emissionen, soweit dies möglich ist; z.B. durch Umbau der Warmwasseraufbereitung, Einbau von Solarzellen und weitere ähnliche Maßnahmen
3. Neutralisieren der Restemissionen, die nicht vermeidbar sind
Der dritte Schritt wird meist durch den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus dem Ausland (aus sogenannten CDM-Projekten nach dem Kyoto-Protokoll) durchgeführt. Da dies zwar zur gewünschten Klimaneutralität führt, die Wertschöpfung durch die Zertifikate aber im Ausland stattfindet und die Einhaltung der Transparenz manchmal schwierig ist, hat die Bioenergie-Region Achental dafür neue Wege erschlossen.
Die Idee ist die Generierung von Zertifikaten durch Klimaschutzprojekte in der Region - so profitiert sowohl der Projektleiter von den zusätzlichen Einnahmen aus den Zertifikaten und auch die Region, da die enstandene Wertschöpfung und die Einsparung von Schadstoffen tatsächlich in der Region stattfindet.
Die entstehenden Zertifikate werden auf dem freiwilligen Markt für Klimaschutznachweise gehandelt werden und sollen möglichst hohen Standards (z.B. dem Gold Standard) genügen.
Die Vorteile für das Hotel sind zunächst natürlich Werbung, vor allem bei klimabewußten Touristen und Fachpublikum, als auch geringere Energiekosten durch die Einsparmaßnahmen.
Das Projekt befindet sich momentan in der Umsetzungsphase, da bereits ein Hotelbesitzer als Partner gewonnen werden konnte.
[von: BER Achental]









