Halmgutheizwerk Schollene: Überschüssigen Grünlandaufwuchs sinnvoll nutzen
07.07.2011 Bioenergie-Region Altmark
Die Bioenergie ist eine wichtige Säule der Strom- und Wärmeversorgung auf der Basis erneuerbarer Energieträger. Doch geraten klassische Energieträger zunehmend in die Diskussion: Pflanzenöl, „Energiemais“ und selbst Waldrestholz werden als Energieträger immer wieder in Frage gestellt, da ihre Nutzung angeblich oder tatsächlich nicht ausreichend umweltfreundlich sei oder die Nutzung eher stofflich erfolgen sollte.
Die energetische Verwertung von Biomasse, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelerzeugung oder zur stofflichen Nutzung steht, wird nun in Schollene in Angriff genommen: Überschüssiger Grünlandaufwuchs der Region, vermehrt aus Naturschutz- und Habitatsflächen, der als Viehfutter keine Abnahme mehr findet, soll kommunale und private Gebäude im Ortskern der Gemeinde Schollene durch Verbrennung in einem Heizwerk mit Nahwärme versorgen. Zurzeit erarbeitet im Auftrag des Projektbüros Bioenergie-Region Altmark eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Berater und Planer (IGZ BIC Altmark, Büro Cordes+Winterberg, bow Ingenieure) eine Konzeptstudie für die Gemeinde.
„Nebenbei“ trägt die innovative Technik der Halmgutverbrennung außerdem zur Erhaltung des landschaftsprägenden Grünlands der Havelregion bei.
[von: gfw]










