Bioenergieregion Rügen beim Bundeswettbewerb Kommunaler Klimaschutz 2011
25.11.2011 "Natürlich Rügen" - Voller Energie, Mecklenburg-Vorpommern
Berlin. Zusammen mit der Akademie für Nachhaltige Entwicklung (ANE) Mecklenburg-Vorpommern, dem Bürgermeister der Gemeinde Bollewick, Berthold Meyer, welcher federführend für die Teilnahme am Bundeswettbewerb Kommunaler Klimaschutz 2011 verantwortlich ist, und vielen weiteren Partnern, darunter auch die Bioenergieregion Rügen „Natürlich Rügen - voller Energie", wurden am vergangenen Dienstag auf der 4. Kommunalkonferenz in Berlin für ihr Engagement im kommunalen Klimaschutz ausgezeichnet. Den Preis erhielt das Projekt „Kooperationsnetzwerk (Bio)EnergieDörfer Mecklenburg-Vorpommern" in der Kategorie: „Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes". Das Netzwerk soll den, mitunter beschwerlichen, Weg für Kommunen zum CO2-sparenden „(Bio)EnergieDorf" erleichtern.
Neben zwei weiteren Preisträgern, welche aus den alten Bundesländern stammen, hatten sich insgesamt 73 weitere Projekte für dieses Kategorie des Bundeswettbewerbs beworben.
Überreicht wurde der Preis - eine kleine Schatztruhe - vom Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, dem Vorsitzenden des Umwelt- und Planungsausschusses des Deutschen Landkreistages, Bertram Fleck, sowie Cornelia Rösler von der Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz. In der Schatztruhe befindet sich nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 20.000 EURO. Dieses ist in seinem Verwendungszweck schon festgelegt und dieser heißt natürlich „Kommunaler Klimaschutz". Ein kurzer Film über die ausgezeichneten Projekte des Bundeswettbewerbs wird auch auf der kommenden Klimaschutzkonferenz in Durban (Südafrika) gezeigt werden. Das internationale Publikum wird dann auch einen Beitrag aus Mecklenburg-Vorpommern zu sehen bekommen.
Dr. Norbert Röttgen räumte dem kommunalen Klimaschutz in seiner Rede eine entscheidende Rolle zu. Er sprach davon, dass „das was lokal geschieht von großer Bedeutung ist und globalen Kontext hat". Dem stimmte auch Prof. Klaus Beckmann vom Deutschen Institut für Urbanistik Berlin zu: „Klimaschutz ist gerade für die ländlichen Räume interessant und wirkungsvoll. Kommunaler Klimaschutz ermöglicht einen schnellen und intensiven Austausch sowie Kontakt mit lokalen Akteuren", so Prof. Beckmann weiter. Die regionale Wertschöpfung durch kommunalen Klimaschutz und den darin enthaltenen Einsatz von Erneuerbare Energien ist gerade für den ländlichen Raum eine Chance im Bezug auf Arbeitsplätze, Landwirtschaft und Energieeinsparung. Dies hat auch die Insel Rügen längst erkannt und bringt derzeit das Klimaschutzkonzept für einen „0-Emissions-Insellandkreis" auf den Weg. Die Bioenergieregion Rügen unterstützt auch dieses Projekt, da sich die Bioenergieregion selbst das Ziel gesetzt hat, bis 2020 den CO2-Ausstoss der Insel bis zu 40 % zu verringern und die Bioenergiepotentiale effektiver in den Stoffkreislauf der Insel einzubinden.
[von: Bioenergieregion Rügen]










