Bioenergiedörfer Schmitt/Gillenbeuren
16.09.2011 Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz und Saarland
Informationsveranstaltung zu Kosten und Finanzierung des Projektes
Im Rahmen einer 2. Informationsveranstaltung am 2. September 2011 in Gillenbeuren wurden die Bürger von Schmitt und Gillenbeuren nochmals umfassend über das Projekte informiert. Viele Fachleute standen für Fragen zur Verfügung. Schwerpunkt waren die wirtschaftlichen Vorteile, die mit dem Projekt verbunden sind.
Die Technik, die für ein Bioenergiedorf notwendig ist, ist nicht neu. Einzig deren Einsatz, mit den dadurch verbundenen Vorteilen wie regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit vom Ölpreis, sorgt immer noch für Aufmerksamkeit.
Nach der Begrüßung durch Landrat Manfred Schnur, folgte Prof. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement und brachte noch einmal die Grundlagen des Themas in Erinnerung. Im Anschluss stellte Franz-Josef Tippmann von der RWE Energiedienstleistungen GmbH die Kosten für ein solches Projekt vor. Thomas Valerius vom Bauamt der VG Ulmen visualisierte die Realisierung der Heizzentrale und des Wärmenetzes und von Seiten der Innung informierte der Heizungsbauer Lutz Mangold über die nötigen Arbeiten zum Umbau einer Nachtspeicherheizung und dem Anschluss an ein Wärmenetz. Wie Prof. Heck anmerkte, steigt der Ölpreis schneller als die Kosten für das Holz, wodurch in wenigen Jahren ein Vorteil für das Nahwärmenetz entstünde und über die gesamte Laufzeit eine erhebliche Kosteneinsparung möglich sei. Die von Tippmann präsentierten Kosten, bei denen Planung, Bau und Betrieb der nötigen Installationen vom Vertragspartner übernommen würden, können aber noch beeinflusst werden. Zum einen lässt sich der Wärmepreis durch einen Baukostenzuschuss erheblich senken, oder aber die RWE, als ein möglicher Dienstleister, steht nur als Betriebsführer zur Seite, sprich RWE sorgt nur für Personal und Brennstoff, während z.B. eine Genossenschaft für den Aufbau und die Installation des Netzes und der Heizzentrale zuständig ist. Mit steigendem Anteil der Eigenleistung sinken so die Kosten ein weiteres mal. Im Anschluss stellte Horst Kellershoff von der Sparkasse Mittelmosel Eifel-Mosel-Hunsrück die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten dar, um die teilweise nötigen Privatinvestitionen zu ermöglichen.
In der abschließenden Fragerunde kam nochmals eine lebhafte Diskussion zu Stande. Von Seiten der Bioenergieregion Cochem-Zell besteht nach der positiven Resonanz und der Zusicherung der Ortsbürgermeister vor Ort um Akzeptanz zu werben, nun wieder Hoffnung, dass das Projekt bis Ende des Jahres in die nächste Entwicklungsstufe voranschreiten kann.










