Ausbildungsmodul Energieholzproduktion in Oberberg für angehende Forstwirtschaftsmeister
25.05.2011 BioEnergieDialog Oberberg Rheinerft, Nordrhein-Westfalen
18 angehende Forstwirtschaftsmeister aus Nordrhein-Westfalen informierten sich detailliert über die Abläufe der Energieholzproduktion bei branchenführenden Unternehmen in Oberberg. Die zukünftigen Fachleute absolvieren derzeit ihre Meisterausbildung beim Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik des Landesbetriebes Wald und Holz in Arnsberg. Um für die Bereitstellung des zukunftsweisenden Produktes Holzhackschnitzel für die Energiegewinnung aus dem Wald die erforderlichen technischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zu erlangen, durften sie zusammen mit Ausbildungsleiter Andreas Ernst einen Tag lang dem Forstunternehmer Maik Hartkopf aus Lindlar über die Schulter schauen. M. Hartkopf erläuterte die passgenaue Ablaufplanung einer jeden Baustelle von der Flächenräumung, über die Veredelungsstufen und Lagerung bis zur Auslieferung in passgenauer Qualität an den Abnehmer. Die Energieholzproduktion sollte bei der Holzernte und bei Durchforstungen von Anfang an mit eingeplant werden. Die einzelnen Schritte verlaufen dabei fast immer anders und es bedarf vieler Erfahrungen in der Abstimmung mit den Bedingungen auf der Fläche, der Beschaffenheit des Holzes und den technischen Möglichkeiten der beteiligten Unternehmen, um die entstehenden Kosten hinreichend zu kalkulieren. Genau darin stecken sowohl der Reiz wie auch das Risikos des jeweiligen Unternehmens. Die Auszubildenden waren beeindruckt von der umfangreichen technischen Ausrüstung des Forstbetriebes, wie auch durch die Darstellung seines Pioniergeistes, der profunden Kenntnisse und die ausdauernden und ehrlichen Antworten, mit denen Unternehmer Hartkopf auf den Wissensdurst der zukünftigen Experten einging.
Im zweiten Teil der Exkursion erläuterte Michael Nöltgen vom Brennholzzentrum Oberberg wie in seinem aufstrebenden Betrieb die professionelle Logistikkette zur Produktion von Scheitholz funktioniert. Die technische Trocknung von Holz gehört dabei zu seinem betriebswirtschaftlichen Konzept. Er erreicht eine hohe Kundenzufriedenheit, weil er jederzeit liefern kann und die Restaurants seine sauberen Qualitäten schätzen.
Die gemeinsame Plattform zu dieser Exkursion bot dem forstlichen Bildungszentrum das Kompetenznetzwerk von ZebiO e. V., Zentrum für biogene Energie in Oberberg. Hier sind die regionalen Unternehmer vernetzt. Gemeinsam entwickeln sie den noch jungen Wirtschaftszweig der Energieholzproduktion weiter und sorgen so für gute Qualitäten, mit denen sie die regionalen Abnehmer versorgen können.
Eine erlebnisreiche Exkursion vermittelte wichtige Erkenntnisse für die zukünftige berufliche Ausrichtung der Forstwirtschaftmeister. Die Energieholzproduktion gehört für sie ab sofort zum Berufsalltag dazu.
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