Auf dem Weg zum Bioenergiedorf

18.10.2011 Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz und Saarland

Die Bioenergie Region Cochem-Zell und der Arbeitskreis Dorfentwicklung Alflen unternahmen am Samstag, 15. Oktober 2011, eine Informationsfahrt zum Bioenergiedorf Oberrosphe bei Marburg in Hessen.  Vor Ort wollten die Teilnehmer sich informieren und hatten auch reichlich Gelegenheit dazu. In einem engagierten Vortrag beschrieb Herr Bertram vom Vorstand des Bioenergiedorfes die Anfänge, die Entwicklung und den Betrieb des Projektes. Er ging in seinem Vortrag jedoch auch auf die Hindernisse und Probleme ein, die sich beinahe zwangsläufig ergaben und aus dem Weg geräumt werden mussten. Der Erfolg gab dem Team schließlich recht. Von den 225 Häusern Oberrosphes, das von Größe und Struktur durchaus mit Alflen vergleichbar ist, sind inzwischen mehr als 50 % an das Nahwärmenetz angeschlossen. Dieses wird mittels einer Holzhackschnitzelheizung betrieben, in der alle möglichen Arten von Holz klimaneutral und somit CO2-unschädlich verbrannt werden. Demnächst soll die Holzhackschnitzelheizung Unterstützung durch eine noch im Bau befindliche Biogasanlage erhalten. Dann wird nicht nur Wärme für das Dorf produziert sondern auch Strom.

Oberrosphe hat für das Vorhaben die Gesellschaftsform der Genossenschaft gewählt. Diese steht nach wie vor für Gemeinschaft, demokratische Struktur, Sicherheit, Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg der Mitglieder. Stichwort „wirtschaftlicher Erfolg“: Das Geld, das beim Einkauf von Heizöl zum größten Teil in die ölexportierenden Länder abfließt und verloren ist, bleibt bei einem Bioenergiedorf  in der Region. Es fördert so die Struktur und sorgt für Arbeitsplätze.

Der Besuch in Oberrosphe war Teil der Informationsreihe des Arbeitskreises Dorfentwicklung Alflen auf dem Weg zum Bioenergiedorf. Bis zur Machbarkeitsstudie im Frühjahr sollen im Abstand von wenigen Wochen mit dem Mitteilungsblatt Beilagenblätter verteilt werden, auf denen zu Fragen rund um das Bioenergiedorf informiert wird.